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Die DIN 33430 für bessere Personalentscheidungen

Die DIN 33430 ist die aktuell gültige und relevante Richtlinie zu guter Eignungsdiagnostik. Sie beschreibt den Prozess bis zur Eignungsbeurteilung, der bei der Definition der Anforderung startet und bis zur finalen Urteilsbildung reicht. Sie ist der letzte Schritt  zur Vorbereitung für Personalentscheidungen. Personalentscheidungen können  zum Beispiel Entscheidungen bei Einstellung, Platzierung und Personalentwicklung aber auch für die Beurteilung von Studierfähigkeit und Studieneignung sein, für die Berufswahl und für Personalentscheidungen bis zum Outplacement.

Die DIN 33430 beschreibt Gütekriterien, Verfahren  und Vorgehensweisen für den gesamten Prozess und die verwendeten Instrumente. Planung, Durchführung bis zur Dokumentation von Eignungsfeststellungen beschreibt die DIN 33430 den gesamten Prozess. Sie macht Ausführungen zu Instrumenten und definiert Anforderungen an alle Verfahren (mit und ohne KI) inklusive Online Assessments und Profiling im Internet und in sozialen Medien.

Sie enthält darüber hinaus einen Anhang mit einer Anleitung für die Ausschreibung von Dienstleistungen.

Die Norm DIN 33430, landläufig auch als DIN zur Eignungsdiagnostik bezeichnet trägt den offiziellen Titel „DIN 33430:2016-07 Anforderungen an berufsbezogene Eignungsdiagnostik“.

Der Zusatz hinter der Ordnungszahl 33430 bezeichnet Erscheinungsjahr und -monat. Die erste Fassung erschien bereits 2002 unter dem Titel „DIN 33430:2002-06 Anforderungen an Verfahren und deren Einsatz bei berufsbezogenen Eignungsbeurteilungen“

Die Neuformulierung des Namens ist das Ergebnis einer intensiven Diskussion im zuständigen Arbeitsausschuss und zeigt einen breiten Konsens unter den beteiligten Fachleuten. Der neue Titel soll der Botschaft noch mehr Nachdruck verleihen, dass die DIN 33430 nicht als Produktnorm geschrieben ist.

Die Eignungsdiagnostik ist in der Organisation des DIN den Dienstleistungen zugeordnet. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Dienstleister, der nach DIN 33430 arbeitet, eine interne Kollegin oder ein interner Kollege ist oder ein extern beauftragtes Unternehmen.

Inhalt

Die DIN 33430 beschreibt Qualitätskriterien und Merkmale für gute berufsbezogene Eignungsdiagnostik und ihre Einsatzgebiete. Leider gibt sie keine Definition des Begriffes selbst. Deshalb wird dazu auf dieser Seite bald ein eigener Artikel mit Einordnung und Beschreibung zur Eignungsdiagnostik erschienen. Von diesem Detail abgesehen liefert die DIN 33430 eine ganze Reihe von nützlichen Definitionen für die wichtigen Begriffe im Zusammenhang mit professioneller Eignungsdiagnostik von „Anforderungsanalyse“ bis „Zuverlässigkeit“.

Insgesamt besteht Konsens, auch wenn insbesondere Anbieter von Ausbildungsgängen zur Eignungsdiagnostik dies betonen, dass die beteiligten Personen besonders zentral für gute Eignungsdiagnostik seien. Daher beschreibt die DIN 33430 Qualifikation der zentralen an einem eignungsdiagnostischen Prozess beteiligten Personen. Praktisch relevant sind darüber hinaus vor allem die Ausführungen der Norm zu Instrumenten, wobei die DIN 33430 den Begriff „Verfahren“ bevorzugt nutzt.

Auch die Ausführung zum Zusammenspiel und Design von Prozessschritten und Abläufen, zu den notwendigen Vorbereitungsschritten, zur Auftragsklärung, der Anforderungsanalyse und insgesamt der Planung des Vorgehens, bzw. zur Auswahl und Zusammenstellung von Verfahren sind wichtige Grundlagen für eine insgesamt qualitativ hochwertige und  zielführende eignungsdiagnostische Arbeit und haben breiten Raum im Normtext.

Wenn man einmal die Seiten zählt, sind es ca. 5 Seiten mit Ausführungen dazu, was Eignungsdiagnostiker und auch Beobachter und Interviewer wissen sollten. Zur Qualität der verwendeten Instrumente und Verfahren legt die DIN aktuell fast 6 Seiten vor sowie noch einen einseitigen Anhang A(normativ) mit Anforderungen an Handhabungshinweise für Verfahren und einen weiteren, vierseitigen Anhang B(normativ) mit Anforderungen an Verfahrenshinweise für messtheoretisch fundierte Fragebogen und Tests.

“ Die DIN 33430 ist ... die relevante und äußerst hilfreiche Beurteilungsgrundlage für alle in der Eignungsdiagnostik eingesetzten und einzusetzenden Instrumente.“ Klick um zu Tweeten

Die DIN 33430 ist damit die relevante und äußerst hilfreiche Beurteilungsgrundlage für alle in der Eignungsdiagnostik eingesetzten und einzusetzenden Instrumente. Sie erklärt die relevanten Gütekriterien und zeigt gleichzeitig auch auf, dass zum Beispiel die gewählte Herangehensweise zur Sortierung von Bewerbungen nach der Analyse von Lebensläufen die Bedeutung eines im eignungsdiagnostischen Prozess eingesetzten Verfahrens hat. So zeigt sie, dass etwas, das man allgemein als einen „Schritt“ im Vorgehen denkt, in der Tat ein eigenes Verfahren ist, an das die Maßstäbe der Gütekriterien zu setzen sind.

Sie unterstreicht damit die Komplexität des eignungsdiagnostischen Prozesses insgesamt und die Bedeutung jedes einzelnen Entscheidungspunktes. Sie zeigt auch klar, welche Anforderungen an die eingesetzten Verfahren zu stellen sind und wie diese Anforderungen im Zusammenhang mit den Qualitätstreibern der Eignungsdiagnostik insgesamt einzuordnen sind:

  • Qualität von Verfahren
  • Qualifikation der am Prozess Beteiligten
  • Folgerichtigkeit der Prozessschritte
  • Fundamentale Bedeutung der Klärung der Anforderungen

Auch auf die Interpretation der Verfahrensergebnisse und die Urteilsbildung geht die DIN 33430 ein. Ziel der Norm ist es insgesamt, Entscheidern eine optimale Grundlage für ihre Entscheidungen zur Verfügung zu stellen.

Nutzen

Durch die Anwendung der DIN 33430 können „Fehlentscheidungen sowie daraus erwachsende negative ökonomische, soziale und individuelle Folgen für die Organisation und alle Betroffenen vermieden werden, die auf mangelhaften Eignungsbeurteilungen beruhen“ (DIN 33430 zitiert nach Ackerschott et. al)

“Die DIN 33430 trägt damit ... auch zum verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien ... bei.“ Klick um zu Tweeten

Die DIN 33430 trägt damit zur Verbesserung der Qualität von Verfahren und ihrem Einsatz bei sowie auch zum verantwortungsvollen Umgang mit neuen Technologien. Sie wurde zwar in einer Zeit geschrieben, in der der Einsatz von künstlicher Intelligenz in HR noch nicht so vehement diskutiert wurde, wie aktuell in den letzten beiden Jahren, aber sie beschreibt trotzdem bereits vorausschauend welche Voraussetzung auch durch KI unterstützte Verfahren erfüllen müssen.

Die Personalentscheidungen selbst sind dagegen nicht genormt. Sie bleiben in der Verantwortung der Personalverantwortlichen und Entscheider.

Die DIN 33430 trägt zur Fundierung und Absicherung solcher Entscheidungen bei.

Damit Sie direkt von der DIN 33430 profitieren können haben wir Hilfestellungen und praktische Instrumente entwickelt:

Für noch bessere Personalentscheidungen!

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